Man könnte bei Ludwig Uhlands Gedicht über die Wurmlinger Kapelle, das Konradin Kreutzer zu einem Volkslied vertonte, der ersten Strophe die beiden Zeilen entlehnen:

„Droben stehet die Kapelle schauet still ins Tal hinab...." 

Weithin sichtbar bietet das schmucke Feldkirchlein dem Beschauer einen imposanten Anblick. Im Jahre 1987/88 hat es der Rentner und frühere Bauhandwerker Fridolin Schwarz unter Mithilfe seiner Familie am Hang des Vaihinger Berges erstellt. Der Weg dahin führt vorbei am Bürgerhaus, der Kirche, dem Friedhof, dem Schulgebäude hin zum Standort der Kapelle oberhalb des Steilhangs, die gewissermaßen wie ein i-Tüpfelchen über den repräsentativen Gebäuden im Tale steht. 

Es war das Bestreben des naturverbundenen Christen und passionierten Wanderers Fridolin Schwarz zu Ehren Marias in Gottes freier Natur ein Symbol zu errichten. Den Ursprung hatte seine Idee bereits im Jahr 1945. Am Abend des 15. August 1945, dem Feste der Aufnahme Mariens in den Himmel, stand der damals 21jährige in der zerschlissenen Uniform eines Landsers hungernd, mit Blasen an den Füßen an derselben Stätte und blickte zu seinem Elternhaus ins Tal hinab, das nunmehr Endstation seiner Wanderung aus dem Kriegsge-fangenenlager war. Damals reifte bei ihm der Gedanke, für die glückliche Heimkehr aus dem unheilvollen Krieg der Gottesmutter durch ein sichtbares Zeichen zu danken.

Nach seiner Zurruhesetzung und Aufgabe der Landwirtschaft hat nun der als Tüftler bekannte Erbauer Zeit gefunden, das Gelübde, das er bis dato als Geheimnis bei sich trug, zu erfüllen. Die Kapelle wurde zu einer Idylle in der Landschaft. 

Der Innenraum ist geschmackvoll mit sakralen Gegenständen ausgestattet, mit einer Marienstatue im Mittelpunkt. Im Gestühl findet der Passant Gelegenheit zu 4 einer Rast, einer stillen Betrachtung und auch zum Gebet. Im Türmchen hängt das extra für dieses Feldkirchlein gegossene Glöcklein. Die Einwohner von Zimmern haben sich bereits an seinen trauten Klang gewöhnt.

Über der Eingangstür ein Muttergottesbildnis, gemalt von dem Hobbymaler Anton Dannecker. Darunter die Inschrift: Maria Königin. Ihr zu Ehren hat Fridolin Schwarz dieses Kirchlein erbaut. Auf sie die Himmelskönigin, wurde es am Vortag ihres Himmelfahrtsfestes durch Dekan Karl Duttlinger geweiht.